Heizung & Kühlanlagen

Zukunftsfit saniert: Von 56 Gasthermen zu einer Pelletsanlage

Mit einer zentralen Pelletsanlage wird eine Wohnanlage Höttinger Au künftig effizient, klimafreundlich und zukunftssicher mit Wärme versorgt.

Team - Nikolaus Eller

Nikolaus Eller
26. August 2026

Vertreter der GUTMANN GmbH, GUTMANN Energiesysteme und TIGEWOSI vor der Wohnanlage

Gemeinsam mit der TIGEWOSI haben wir die Wärmeversorgung der Wohnanlage Höttinger Au 72a in Innsbruck umfassend modernisiert und dabei einen wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung gesetzt. Die bisher installierten 56 Einzelgasthermen wurden durch eine zentrale Pelletsanlage ersetzt. Zusätzlich wurden die Trinkwasserleitungen erneuert und alle Wohnungen mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet.

Nachhaltige Wärmeversorgung für die Zukunft

Statt die bestehenden Gasthermen einzeln zu ersetzen, fiel die Entscheidung auf eine langfristige Lösung. Deshalb sorgt heute eine zentrale Pelletsanlage für die Versorgung aller 56 Wohnungen mit Wärme und Warmwasser. Moderne Wohnungsstationen verteilen die Energie bedarfsgerecht, während ein zusätzlicher Elektrofilter die Emissionen auf ein Minimum reduziert. Durch diese Umstellung können künftig rund 100 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.

„Das Projekt zeigt, wie sich die Dekarbonisierung bestehender Wohnanlagen mit konkreten Verbesserungen – wie beispielsweise einer einfacheren Wartung der Anlagen für die Bewohnerinnen und Bewohner – verbinden lässt“, sagt Florian Rangger, Geschäftsführer der TIGEWOSI.

Denn mit der neuen Anlage wird nicht nur auf erneuerbare Energie gesetzt. Auch Wartung und Betrieb werden wesentlich einfacher: Statt 56 einzelner Heizgeräte muss künftig nur noch eine zentrale Anlage betreut werden. Dadurch reduziert sich der Wartungsaufwand erheblich. So ist beispielsweise nur noch ein Service für den Pelletskessel sowie ein einziger Kaminkehrertermin erforderlich, anstatt 56 einzelne Gasthermen betreuen zu müssen. Auch wirtschaftlich bringt die neue Lösung Vorteile mit sich. Die laufenden Kosten für die Wärmeversorgung fallen geringer aus, da Pellets gegenüber Gas kostengünstiger sind und gleichzeitig Wartungs- und Serviceaufwand reduziert werden.

Sanierung im laufenden Betrieb

Die gesamte Umsetzung erfolgte innerhalb von nur 16 Wochen. Während dieser Zeit blieb die Wohnanlage durchgehend bewohnt. Eine präzise Planung, die Aufteilung in mehrere Bauabschnitte sowie die laufende Kommunikation mit den Bewohnerinnen und Bewohnern waren entscheidende Erfolgsfaktoren.

Informationsveranstaltungen, Newsletter, persönliche Gespräche und regelmäßige Abstimmungen sorgten dafür, dass die Mieter:innen jederzeit über den Projektfortschritt informiert waren.

„Besonders freut uns, dass die Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern trotz des umfangreichen Eingriffs so reibungslos funktioniert hat“, betont Daniel Hechl, CFO und Mitglied der Geschäftsführung der Gutmann GmbH.

Das Projekt in der Höttinger Au ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie innovative Technik, nachhaltiges Denken und partnerschaftliche Zusammenarbeit zu einer zukunftsfähigen Lösung führen können. Innerhalb weniger Monate wurde die Grundlage für eine moderne, umweltfreundliche Wärmeversorgung geschaffen, ohne den laufenden Wohnbetrieb zu beeinträchtigen. Mit der erfolgreichen Umsetzung endet das Projekt für uns jedoch nicht: Als verlässlicher Partner übernehmen wir auch die laufende Betreuung und Optimierung der neuen Anlage und sorgen damit langfristig für eine sichere und effiziente Wärmeversorgung.